Menschenrettung nach Verkehrsunfall mit Zug

Datum: 27. August 2020 
Alarmzeit: 7:55 Uhr 
Alarmierungsart: Pager, Sirene, SMS 
Dauer: 5 Stunden 5 Minuten 
Art: Technischer Einsatz  
Fahrzeuge: KRF-S, RLF-A 2000, VF-K 


Einsatzbericht:

Um 07:55 Uhr wurde die Feuerwehr Trumau per Sirene, Pager und SMS zu einer Menschenrettung auf die L156 Richtung Moosbrunn alarmiert. Als zusätzliche Information wurde bereits bei der Anfahrt bekannt gegeben, dass es sich um einen Zugunfall mit einem PKW handeln soll. Beim Bahnübergang angekommen, deuetete jedoch nur eine abgerissene Stoßstange und ein Motorblock auf die mögliche Unfallstelle hin.

Einige hundert Meter den Gleisen entlang bot sich dann den Einsatzkräften ein schreckliches Bild. Eine CityJet-Garnitur der ÖBB erfasste einen Mercedes Vito und bohrte sich regelrecht in den Kleintransporter. Der Lenker dürfte sofort tot gewesen sein. Nach der Einstellung des Zugverkehrs auf der betroffenen Strecke und der Abschaltung des Fahrdrahts wurde noch das Eintreffen des ÖBB Einsatzleiters abgewartet. Im Zug befanden sich noch rund 50 Passagiere, welche aus dem Zug evakuiert werden mussten und mittels eines Schienenersatzverkehrs abtransportiert wurden. Zwischenzeitlich erlitt noch ein Fahrgast Kreislaufprobleme und wurde mit Hilfe einer Trage aus dem Zug befreit und ins nächste Krankenhaus gebracht.

Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei konnte mit der Bergung des Wracks und des Unfallopfers begonnen werden. Mittels zweier Seilwinden musste der Vito vom Zug gezogen werden um ihn anschließend mittels Kran gesichert abstellen zu können. Entlang der Gleise wurden die einzelnen Wrackteile eingesammelt. Die Bahnstrecke blieb auch noch nach unserer Abfahrt gesperrt.

Nach rund 5 Stunden konnten alle Einsatzkräfte wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden.

Weitere Medienberichte:
ORF
NÖN
PULS24

Fotos: T. Lenger / Monatsrevue